Texte über Wirklichkeit, Erfahrung und die Veränderung der Gegenwart
Die Essays auf imhorizont untersuchen, wie sich Wahrnehmung, Erfahrung, Öffentlichkeit und menschliches Handeln unter den Bedingungen der digitalen Gegenwart verändern.
Sie sind in Themenräumen angeordnet, können aber auch unabhängig voneinander gelesen werden.
Wer einen Einstieg in das Gesamtprojekt sucht, kann mit „Die gemeinsame Welt“ beginnen.
Über Wirklichkeit, Öffentlichkeit und die Veränderung gemeinsamer Erfahrung
Wie kann eine Gesellschaft eine gemeinsame Welt bewohnen, wenn Menschen dieselbe Realität unterschiedlich erfahren und deuten?
Wie Menschen Welt erfahren – und warum Erfahrung mehr ist als Information.
Über Gegenwart, Wahrnehmung und die Schwierigkeit, Welt noch wirklich zu erleben
Information kann sofort verfügbar sein. Erfahrung braucht Wahrnehmung, Dauer und Erinnerung. Der Essay fragt, was mit menschlicher Erfahrung geschieht, wenn Gegenwart zunehmend von Unterbrechung, Dokumentation und fortlaufender Reaktion begleitet wird.
Die kürzeren Texte „Alltag“ und „Erinnerung“ vertiefen einzelne Aspekte dieses Themenraums und bleiben dort verortet; sie erscheinen nicht im Essayverzeichnis.
Wie unterschiedliche Deutungen auf eine gemeinsame Welt bezogen bleiben können.
Über digitale Öffentlichkeiten und die Frage, was uns noch widersprechen kann
Wie können unterschiedliche Wirklichkeiten aufeinander bezogen bleiben – und woran können unsere eigenen Überzeugungen noch scheitern?
Warum dieselben Fakten nicht dasselbe bedeuten
Warum können Menschen dieselben Informationen kennen und ihnen dennoch unterschiedliche Bedeutung geben?
Warum Sichtbarkeit politische Wahrnehmung verändert
Was geschieht, wenn unsere Reaktionen selbst daran mitwirken, was öffentlich sichtbar und bedeutsam wird?
Was gemeinsame Wirklichkeit braucht
Welche Bedingungen braucht eine Gesellschaft, damit unterschiedliche Überzeugungen miteinander in Beziehung bleiben können?
Arbeitstitel – Schwerpunkt wird noch präzisiert
Warum können verständliche Geschichten überzeugender wirken als komplexere, aber zuverlässigere Erklärungen?
Über digitale Milieus und die Schwierigkeit, den eigenen Horizont zu verlassen
Was geschieht, wenn digitale Umgebungen zunehmend daran beteiligt sind, welche anderen Perspektiven uns begegnen?
Über Sprache, Zugehörigkeit und digitale Milieus
Wie ordnet Sprache unsere Wahrnehmung der Welt – und wann wird sie zum Zeichen gesellschaftlicher Zugehörigkeit?
Über KI, Darstellung und die Herkunft dessen, was wir sehen
Was geschieht, wenn etwas wie eine Spur der Wirklichkeit aussehen kann, ohne dass ihr ein Ereignis vorausgegangen ist?
Über künstliche Intelligenz, Lernen und die Entstehung von Können
Was geschieht, wenn technische Systeme nicht nur Ergebnisse beschleunigen, sondern Teile des Weges übernehmen, auf dem menschliche Fähigkeiten entstehen?
Über Arbeit, Leistung und menschlichen Wert
Was geschieht mit unserem Verhältnis zu Leistung und Können, wenn Maschinen Fähigkeiten übernehmen, die Menschen über Jahre erworben haben?
Über künstliche Intelligenz, Urteil und Verantwortung
Wie verändern sich Entscheidung und Verantwortung, wenn menschliches und maschinelles Urteil ineinandergreifen?
Über Beziehung, Gegenseitigkeit und das Versprechen eines passenden Anderen
Was unterscheidet erfahrene Nähe von einer Beziehung, in der auch das Gegenüber eigene Bedürfnisse und Ansprüche besitzt?
Wie digitale Systeme Erfahrung ordnen, bevor sie beginnt
Was verändert sich, wenn technische Systeme nicht nur bei Entscheidungen helfen, sondern bereits mitbestimmen, was uns zur Entscheidung begegnet?
Über Erwartung, Enttäuschung und die Erfahrung des Nichtpassenden
Was können Menschen erfahren, wenn die Welt anders ist, als ihre Erwartungen und technischen Vorhersagen es nahegelegt haben?
Über Orientierung, Vertrauen und die Maßstäbe des Wissens
Worauf kann Vertrauen beruhen, wenn niemand das Wissen moderner Gesellschaften allein überprüfen kann?
Über Unsicherheit, schnelle Antworten und die Grenzen des Wissens
Was geschieht mit Orientierung, wenn Antworten ständig verfügbar erscheinen, verlässliches Wissen aber Grenzen behält?
Warum Antworten schneller werden als Verständnis
Was geschieht mit Urteilskraft, wenn Antworten schneller verfügbar werden, als Verständnis entstehen kann?
Über Prognose, Erfahrung und die Offenheit des Kommenden
Was bleibt von Zukunft als offenem Handlungsraum, wenn immer mehr von ihr als Wahrscheinlichkeit berechnet werden kann?
Über technische Macht und die Voraussetzungen menschlicher Kontrolle
Wer kann technische Bedingungen tatsächlich verändern – und welche menschlichen Fähigkeiten setzt ihre Kontrolle voraus?