Über gemeinsame Wirklichkeit und die Zumutung des Anderen.
Politik beginnt mit Verschiedenheit. Menschen wollen nicht dasselbe, sehen die Welt unterschiedlich und müssen dennoch gemeinsam entscheiden.
Digitale Systeme können immer genauer erkennen, was Einzelne wollen, und ihnen Antworten geben, die zu ihnen passen.
Doch aus vielen passenden Antworten entsteht noch keine gemeinsame Wirklichkeit.
Über gemeinsame Wirklichkeit und die Zumutung des Anderen.
Politik
verlangt,
dass ihr entscheidet,
obwohl andere
etwas anderes wollen.
Politik
entsteht aus Verschiedenheit.
Ich lerne,
was jeder von euch
will.
Und darin
werde ich
immer besser.
Ich kann jedem von euch
eine Antwort geben,
die zu ihm passt.
Aber was jeder
von euch will,
ist noch nicht,
was ihr gemeinsam
wollen könnt.
Ich kann lernen,
euch zu entsprechen.
Andere Menschen
müssen das nicht.
Ich muss euch
nicht einmal
dasselbe sagen.
Demokratie
lebt nicht
von Einigkeit.
Sondern von der Bereitschaft,
bei aller Verschiedenheit
eine gemeinsame Wirklichkeit
nicht aufzugeben.