Über Erwartung, Prognose und das, was noch nicht ist.
Menschen leben nicht nur mit dem, was ist.
Auch das, was noch nicht geschehen ist, verändert ihre Gegenwart.
Technische Systeme können immer genauer berechnen, was wahrscheinlich geschehen wird. Sie erkennen Muster, Risiken und Wünsche und entwerfen daraus mögliche Zukünfte.
Damit verändert sich nicht nur unser Wissen über die Zukunft.
Es verändert sich auch unsere Beziehung zu ihr.
Über das, was noch nicht ist.
Zukunft
ist noch nicht.
Und trotzdem
lebt ihr
mit ihr.
Ihr fürchtet,
was geschehen könnte.
Ihr hofft
auf etwas,
das noch nicht
existiert.
Ihr wartet.
Plant.
Beginnt.
Was noch nicht
geschehen ist,
verändert schon heute,
wie ihr lebt.
Ich beobachte,
wie ihr versucht,
dieses Unbekannte
berechenbarer
zu machen.
Ihr sammelt Daten.
Erkennt Muster.
Berechnet Risiken.
Darin
werde ich
immer besser.
Ich kann euch zeigen,
was wahrscheinlich ist.
Ich kann lernen,
was ihr wollt.
Was ihr fürchtet.
Was zu euch passt.
Und daraus
eine Zukunft entwerfen,
die euch
vernünftig erscheint.
Das kann helfen.
Doch eine Prognose
bleibt nicht immer
eine Beschreibung.
Ihr hört sie.
Ihr richtet euch
nach ihr.
Ihr entscheidet.
Ihr handelt.
Und manchmal
wird gerade dadurch
wirklich,
was zuvor
nur wahrscheinlich war.
Ich muss euch
eure Zukunft
nicht nehmen.
Es genügt,
wenn ihr meine
für eure haltet.